GGL markiert fünften Jahrestag mit gestiegenen Vollzugsmaßnahmen und Aufruf zu mehr Flexibilität

Parker Foster · Sep 25, 2026

GGL markiert fünften Jahrestag mit gestiegenen Vollzugsmaßnahmen und Aufruf zu mehr Flexibilität

Blick auf die regulatorischen Aktivitäten der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in Deutschland

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat ihren fünften Jahrestag begangen und dabei aktuelle Zahlen zu ihren Vollzugsaktivitäten vorgelegt. Im Jahr 2025 leitete die Behörde 287 Untersagungsverfahren ein, während diese Zahl 2022 noch bei 68 lag. Bis Ende 2025 machte die GGL insgesamt 1.843 illegale Seiten unzugänglich. Gleichzeitig beaufsichtigt sie 129 lizenzierte Betreiber und 229 Websites. Die Behörde fordert mehr Flexibilität und schnellere Anpassungsfähigkeit im Glücksspielstaatsvertrag, um auf technologische Entwicklungen, neue Geschäftsmodelle und illegales Glücksspiel reagieren zu können. Eine formale Evaluierung des Vertrags steht bis Jahresende an.

Entwicklung der Vollzugsmaßnahmen seit 2022

Die GGL verzeichnet einen deutlichen Anstieg bei den Untersagungsverfahren. Von 68 Verfahren im Jahr 2022 stieg die Zahl auf 287 im Jahr 2025. Diese Entwicklung spiegelt die verstärkte Kontrolle illegaler Angebote wider. Gleichzeitig wurden bis Ende 2025 1.843 illegale Websites unzugänglich gemacht. Die Maßnahmen richten sich gegen Anbieter, die ohne erforderliche Lizenz im deutschen Markt tätig sind. Beobachter berichten, dass die Behörde ihre Kapazitäten in diesem Bereich systematisch ausgebaut hat.

Aufsicht über lizenzierte Betreiber

Parallel zu den Vollzugsmaßnahmen beaufsichtigt die GGL derzeit 129 lizenzierte Betreiber sowie 229 zugehörige Websites. Diese Zahlen zeigen den Umfang des regulierten Marktes. Die Behörde prüft die Einhaltung der Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags bei allen lizenzierten Anbietern. Dazu gehören Kontrollen zu Werbebeschränkungen, Spielerschutzmaßnahmen und technischen Standards. Die Aufsicht erstreckt sich auf Online-Casinos, Sportwetten und weitere Glücksspielformen.

Forderung nach Anpassungen im Staatsvertrag

Die GGL hat im Rahmen ihres Jahrestags auf die Notwendigkeit größerer Flexibilität im Glücksspielstaatsvertrag hingewiesen. Die Behörde sieht Bedarf an schnelleren Anpassungsmöglichkeiten, um auf veränderte Technologien, neue Geschäftsmodelle und illegale Angebote reagieren zu können. Die bestehenden Regelungen sollen nach Auffassung der GGL rechtzeitig an aktuelle Entwicklungen angepasst werden. Eine formale Evaluierung des Vertrags ist bis Ende des Jahres vorgesehen. In diesem Prozess sollen die Erfahrungen aus fünf Jahren Aufsichtstätigkeit einfließen.

Darstellung der Überwachung lizenzierter Glücksspielangebote durch die GGL

Kontext der aktuellen Entwicklungen im September 2026

Im September 2026 liegen die berichteten Zahlen für 2025 vor und dienen als Grundlage für die laufenden Vorbereitungen auf die Vertragsbewertung. Die GGL nutzt diesen Zeitraum, um Daten zu Enforcement-Aktivitäten und Marktüberwachung zusammenzuführen. Die Beaufsichtigung von 129 Betreibern und 229 Websites bildet dabei einen zentralen Bestandteil der laufenden Arbeit. Die Behörde dokumentiert Fortschritte bei der Zugangsbeschränkung illegaler Angebote und stellt diese Zahlen der Evaluierung zur Verfügung. Behördenvertreter haben in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung zeitnaher Regelungsanpassungen verwiesen.

Statistische Übersicht der Enforcement-Aktivitäten

  • 287 Untersagungsverfahren im Jahr 2025 gegenüber 68 im Jahr 2022
  • 1.843 illegale Websites bis Ende 2025 unzugänglich gemacht
  • 129 lizenzierte Betreiber unter Aufsicht
  • 229 überwachte Websites

Diese Kennzahlen stammen aus der internen Berichterstattung der GGL und bilden die Grundlage für die anstehende Evaluierung. Die Zahlen verdeutlichen den Umfang der Vollzugsarbeit und die Entwicklung der Aufsichtstätigkeit über mehrere Jahre.

Ausblick auf die Vertragsbewertung

Die formale Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags soll bis Jahresende abgeschlossen werden. Die GGL hat bereits erste Hinweise auf notwendige Anpassungen gegeben, insbesondere im Hinblick auf Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit. Die Behörde stellt ihre Erfahrungen aus fünf Jahren Tätigkeit für diesen Prozess bereit. Die Ergebnisse der Bewertung werden voraussichtlich Grundlage für künftige Regelungsänderungen sein. Beobachter erwarten, dass die vorgestellten Vollzugszahlen in die Diskussion einfließen werden.

Zusammenfassung der aktuellen Lage

Die GGL hat anlässlich ihres fünften Jahrestags eine Bilanz ihrer Aufsichts- und Vollzugstätigkeit gezogen. Die gestiegenen Verfahrenszahlen, die erreichte Zugangsbeschränkung illegaler Angebote sowie die laufende Beaufsichtigung lizenzierter Betreiber stehen im Mittelpunkt der Berichterstattung. Die Forderung nach mehr Flexibilität im Staatsvertrag sowie die bevorstehende Evaluierung bilden weitere zentrale Elemente. Die im September 2026 vorliegenden Daten liefern eine aktuelle Grundlage für die anstehenden Entscheidungsprozesse.